Wie hoch ist Ihr Stromverbrauch?

Wie viel Strom Sie in Ihrem Haushalt verbrauchen, hängt von vielen Faktoren ab: der Personenzahl, Ihrem Nutzverhalten, der Anzahl Ihrer Elektrogeräte, deren Betriebsdauer, dem Alter der Geräte beziehungsweise deren Energieeffizienz. Durchschnittlich verbrauchen deutsche Haushalte pro Jahr folgende Stromleistung (ohne elektrische Warmwasserbereitung):

  • 1-Personen-Haushalt: ca. 1.800 kWh
  • 3-Personen-Haushalt: ca. 4.000 kWh

Liegen Sie im Schnitt oder stellen Sie einen Rekord im Stromverbrauch auf? Wir helfen Ihnen beim Strom sparen!

Das lässt sich leicht herausfinden:

  • Ermitteln Sie zunächst die Geräte in Ihrem Haushalt und errechnen Sie mithilfe des Stromrechners der ASEW den Verbrauch für Ihre Haushaltsgröße und ob Sie über oder unter dem Durchschnitt liegen.
    Die Angaben finden Sie auf Ihrer SWHL Stromrechnung.
  • Ist Ihr Verbrauch zu hoch, dann können Sie anschließend die Stromverschwender mit einem Strommessgerät aufspüren. Das gibt es kostenlos zum Ausleihen bei den Stadtwerken Lübeck.

Mit den folgenden Energiespartipps finden Sie zielgerichtet wertvolle Tipps für die Bereiche:

Tipps zum Backen und Braten

Ohne Vorheizen:
Braten, Aufläufe und Gebäcke gelingen auch, wenn sie in den kalten Backofen geschoben werden. Vorheizen ist selten nötig, zum Beispiel beim Brotbacken.

Mehr Gewicht:
Der Sonntagsbraten sollte erst ab einem Gewicht von zwei Kilogramm in die Backröhre, ansonsten gehört er in den Bräter oder Schnellkochtopf.

Tür zu:
Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als nötig, jedes Mal gehen dabei rund 20 Prozent Wärme verloren. Nutzen Sie auch hier die Nachwärme und schalten Sie den Ofen etwa fünf bis zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit aus – auch so wird der Braten schön knusprig.

Tipps für die Mikrowelle
Auch das Mikrowellengerät ist zum Zubereiten von kleinen Fertiggerichten oder Erwärmen von Tellergerichten ein sparsamer Helfer. Dazu sollte das Gerät vier Leistungsstufen und eine Maximalleistung von mindestens 600 Watt besitzen. Einzelne Speisen müssen nicht mehr im Ofen warm gehalten werden – ein Tellergericht in der Mikrowelle ist in drei bis vier Minuten erwärmt.Verteilen Sie die Speisen gleichmäßig flach, so können Sie Garzeit und Strom sparen.

  • Weil die Wärme direkt im Lebensmittel erzeugt wird, genügt es, wenn Sie beim Garen von Gemüse und Kartoffeln nur etwa ein bis zwei Esslöffel Wasser zufügen. Das schont die Vitamine.
  • Für das große Familien-Schlemmen ist die Mikrowelle aber keine Alternative, da sie bei Gerichten ab 400 Gramm deutlich mehr Strom und Zeit benötigt.
  • Speisen direkt im Serviergeschirr erwärmen, so verlieren sie keine Wärme durch Umfüllen.

Der E-Herd verbraucht etwa zehn Prozent des Haushaltsstroms. Doch beim Kochen können Sie mit ein paar Kniffen die Wärme optimal nutzen.
Sparen fängt mit der Auswahl des Herdes an.

Herdarten

Elektroherd:
In allen Ausstattungen und Größen erhältlich. Die Kochstelle sollte man dort installieren, wo sie gebraucht wird. Separate Backöfen lassen sich in Arbeitshöhe einbauen. Klassische Kochplatten sind preiswert und besitzen eine hohe Speicherkapazität. Nachteil: Sie heizen lange nach.

Glaskeramikkochfeld:
Die Kochflächen weisen keine Niveau-Unterschiede auf, dadurch lassen sie sich besonders leicht reinigen. Die Kochfläche gibt es mit verschiedenen Beheizungssystemen.

Induktionskochfeld:
Hier entsteht die Wärme durch elektromagnetische Wechselfelder direkt im Topfboden. Das Essen kocht schneller und fast ohne Restwärme. Induktionsherde sind zwar in der Anschaffung teurer, verbrauchen aber weniger Strom.

Gaskochstelle:
Die Erdgas-Flamme zündet auf Knopfdruck. Danach steht die Wärme sofort zur Verfügung, ohne Restwärme nach dem Abschalten. Die Hitze lässt sich stufenlos genau regulieren – ein Grund, weshalb Profiköche auf Gas schwören. Neben Kochmulden mit offener Flamme gibt es Modelle mit pflegeleichtem Glaskeramikkochfeld. Kochen mit Erdgas ist zudem preiswerter als mit dem Elektroherd.

Kleine Kochsünden – große Verluste

Hier einige Kochsünden und der damit verbundene durchschnittliche Mehr-Energieverbrauch pro Jahr:

  • Ungeeignetes Kochgeschirr: 10 – 15 % • Falsche Regulierung: 32 – 55 %
  • Kochen ohne Topfdeckel: 2 – 6 % • Ungenutzte Nachwärme: 10 – 15 %
  • Kochplattengröße und Topfgröße • Zu viel Wasser im Topf: 5 – 9 % schlecht angepasst: 5 – 10 %

Kochgeschirr:
Verwenden Sie Töpfe und Pfannen mit guter Wärmeübertragung: etwa aus Edelstahl mit Kupfer- bzw. Aluminiumboden oder aus emailliertem Stahl. Achten Sie darauf, dass Durchmesser von Kochtopf und Kochstelle gleich sind, sonst gehen bis zu 20 Prozent Wärme verloren.

Passender Topf:
Kochtöpfe sollten mit einem planen Boden und gut schließendem Deckel ausgestattet sein.

Deckel drauf:
Und diesen nicht öfter als nötig hochheben. Denn für das Kochen ohne Deckel brauchen Sie die dreifache Menge Energie.

Schnellkochtopf:
Verwenden Sie den Schnellkochtopf bei langen Garzeiten – das spart 30 Prozent Strom, und das Essen ist in der Hälfte der Zeit fertig.

Nachwärme nutzen:
Beim Kartoffelgaren fünf bis zehn Minuten und beim Reisquellen rund 20 Minuten vor Ende der Gardauer ausschalten.

Wasserkocher & Co.:
Bei vielen Arbeiten in der Küche muss der Herd gar nicht zum Einsatz kommen. Zum Kochen von Teewasser nutzen Sie besser den Wasserkocher – das spart 50 Prozent Energie. Das Gleiche gilt für den Eierkocher. Und wenn Sie Brötchen mit dem Aufsatz auf dem Toaster aufbacken, sparen Sie sogar 70 Prozent Energie.

Welcher Trockner?

Wäschetrockner werden immer beliebter. Kein Wunder: Die Geräte trocknen bis zu sechs Kilogramm Wäsche in rund eineinhalb Stunden.

  • Bei Ablufttrocknern entweicht feuchte Luft durch einen Schlauch ins Freie.
  • Kondensationstrockner sammeln Wasser in einem Behälter.
  • Mit Erdgas beheizte Wäschetrockner sind schnell, sparsam und schonen Wäsche und Umwelt.
  • Wärmepumpentrockner nutzen einen Teil der Abluftwärme und haben einen deutlich geringeren Energieverbrauch.

Gut geschleudert ist halb getrocknet

Trockendauer und Stromverbrauch bei unterschiedlicher Schleuderdrehzahl der Waschmaschine – Ablufttrockner, Programm: Baumwolle schranktrocken

Tipps zum Trocknen

Feuchteregelung:
Geräte mit Feuchteregelung passen die Trockendauer an Wäschemenge und Feuchtegrad an.

Beladen:
Geräte nicht überladen. Je besser die Textilien geschleudert sind, desto schneller ist der Trockner fertig.

Lüften:
Den Trocknerraum gut belüften. Bis zu 35 Prozent der Restfeuchte entweicht in den Raum. Es droht Schimmelbildung.

Textilien:
Trockner mit Wäschestücken füllen, deren Material, Größe und Dicke ähnlich sind. Dann geht´s schneller.

Pflegekennzeichnungen auf Textilien beachten:
Nicht jedes Gewebe verträgt die heiße Luft.

Programmwahl:
Das beste Ergebnis zeigen die meisten Geräte bei den Programmen „Baumwolle schranktrocken“ und „Pflegeleicht“. Sparprogramme für kleine Mengen nutzen.

Bügeln:
Getrocknete Wäsche möglichst rasch entnehmen. Das spart unnötiges Bügeln – also Zeit und Energie.

Welche Waschmaschine?

Moderne Textilien stellen besondere Anforderungen an die Pflege. Vor allem im Sport- und Freizeitbereich wird Baumwolle mit Kunstfasern gemixt – das macht die Kleidung formstabil, knitterarm und saugfähig. Kann dennoch alles in die Waschmaschine? Darüber geben die Pflegesymbole im Etikett Auskunft.

Verbrauch:
Je weniger Wasser die Waschmaschine verbraucht, desto weniger Strom benötigt sie zum Aufheizen. Eine neue Waschmaschine spart in einem Drei-Personen-Haushalt 200 Kilowattstunden Strom pro Jahr, verglichen mit einem 20-jährigen Oldie.

Effizienzklassen:
Bevorzugen Sie Waschmaschinen mit der Effizienzklasse A+++ für Energieverbrauch, Wasch- und Schleuderwirkung.

Lebensdauer:
Eine Studie der Stiftung Warentest ergab: Billige Waschmaschinen sind wegen ihrer kürzeren Lebensdauer unterm Strich teurer.

Fassungsvermögen:
Sechs Kilogramm Fassungsvermögen sind heute Standard. Wer die Trommel nur halb füllt, vergeudet Wasser und Strom.

Warmwasseranschluss:
Waschmaschinen können mittels Vorschaltgerät auch an die Warmwasserleitung angeschlossen werden. Das ist sinnvoll, wenn die Warmwasserbereitung über Solarthermie, eine Wärmepumpe oder einen Anschluss an einen Gas-Brennwertkessel erfolgt.

Tipps zum Wäschewaschen

Schleudern:
Waschmaschinen mit hoher Schleuderleistung lohnen sich, wenn anschließend der Wäschetrockner zum Einsatz kommt. 1.600 Umdrehungen pro Minute schleudern bis zu zehn Prozent mehr Wasser aus den Textilien als Geräte mit 1.200 Touren.

Vorwaschen:
Das Vorwaschprogramm nur bei stark verschmutzter Wäsche wählen. Hartnäckige Flecken vorher mit einem Fleckenmittel behandeln.

Waschmittel:
Moderne Waschmittel wirken schon bei niedrigen Temperaturen. 30°C- bis 40°C-Waschprogramme genügen meist für Buntwäsche, 60°C für Kochwäsche.

Sortieren:
Die Wäsche vor dem Waschen in helle und farbige Textilien sortieren, unempfindliche Materialien von Wolle und Feinwäsche trennen. Pflegehinweise beachten.

Dosieren:
Waschmittel nach Verschmutzung, Wasserhärte und Herstellerangaben richtig dosieren. Das Wasser im Trinkwasser-Versorgungsgebiet der Stadtwerke Lübeck ist „hart“ (Härtebereich 3).

So funktioniert ein Akku

Die Umweltbilanz spricht für die wiederaufladbaren Zellen: 500 bis 1.000 Ladezyklen sind bei einem Akku möglich. Mit dieser Energie können Sie beispielsweise Tausende Stunden Musik hören. Zum Akku gehört jedoch auch das passende Ladegerät.

Das Wort Akku kommt von Akkumulator und bedeutet Sammler. Eine Akkuzelle besteht aus Materialien, die aufgrund chemisch-physikalischer Eigenschaften Energie speichern und abgeben können. Oft werden mehrere Zellen zu einem Paket zusammengefasst, miteinander verbunden und in einem Extra-Gehäuse untergebracht. Diese Energiebündel gehören meist zur Geräteausstattung, zum Beispiel bei Handys, Digital- oder Videokameras. Hier wird oft ein eigenes Ladegerät mitgeliefert. Akkus in der Form herkömmlicher Batterien (9 V-E-Block, Mono, Baby, Mignon, Mikro) nennt man Batterie-Akkus.

Während der gesamten Einsatzzeit bleibt die Spannung eines Akkus konstant. Wenn er leer ist, fällt sie schlagartig ab. Und zwar viel schneller als bei einer Batterie, deren Entladespannung sich langsam verringert.

Aufs Ladegerät kommt es an

Minderwertige Ladegeräte ohne Ladekontrolle und Abschaltung können die Akkus zerstören oder in der Kapazität beeinträchtigen. Intelligente Ladegeräte finden den Punkt zwischen Tiefentladung und Memory-Effekt.
Haben sie die optimale Spannung erreicht, schalten sie ab. Zu empfehlen sind Geräte mit automatischer Ladesteuerung per Mikroprozessor. Auch getrennte Leuchtanzeigen für jede Zelle sind hilfreich. So sieht man, welcher Akku schon fertig geladen und welcher etwa defekt ist. Ein Universal-Ladegerät, das mit allen Batterie-Akkutypen umgehen kann, lohnt sich. Im Fachhandel sind intelligente Ladegeräte schon ab 25 Euro zu haben.

Leuchtmittel

Seit September 2010 wird die Glühlampe laut EU-Verordnung Schritt für Schritt aus dem Verkehr gezogen. Schuld ist ihre miserable Energiebilanz: Sie wandelt nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um, 95 Prozent gehen als Wärme verloren. Auch Halogenlampen leuchten nicht sehr ökonomisch, obwohl sie ein Drittel weniger Energie verbrauchen und bis zu drei Mal so lange leben wie eine Glühbirne.

Energiesparlampen benötigen fünf Mal weniger Strom bei zwölf Mal längerer Lebensdauer. Sie senken die Stromrechnung um rund 15 Prozent. Leuchtdioden (LED) versprechen die Revolution der Lichttechnik.Halbleiter-Chip-Lämpchen sparen bis zu 90 Prozent Energie und halten bis zu 20 Jahre. Als Weiterentwicklung gelten organische LED (OLED). Sie sind nur wenige Nanometer dünn und werden auf einem Träger aufgebracht. So könnten bald Wände, Stoffe oder gar Fenster leuchten.

Auswahl:
Beim Kauf von Energiesparlampen sollte man Billigprodukte meiden. Sie leuchten oft nur bis zu 2.000 Stunden, Markenlampen dagegen bis zu 15.000 Stunden. Wer ihr kühles Licht nicht mag: Biolight-Lampen (Vollspektrum-Sparlampen) spenden ein Licht, das nahezu dem der Sonne entspricht.

Effizienzklassen:
Bei der Suche nach energiesparenden Modellen hilft das EU-Energieeffizienz- Label. Normale Glühlampen kommen über die Klasse D nicht hinaus. Energiesparlampen glänzen mit A oder B.

Wirtschaftlichkeit:
Die Lichtausbeute beschreibt das Verhältnis von Lichtstrom (Lumen) zur Leistung (Watt). Je höher die Kennzahl (lm/W), umso wirtschaftlicher arbeitet die Lampe.

Lichtfarbe:
Bei Glühlampen ist die Eigenfarbe des Lichtes stets gleich. Leuchtstofflampen haben Lichtfarben, die nach Bedürfnis und Einsatzort verwendet werden. Warmweiß entspricht der Glühlampe und ist für Wohnräume ideal.

Farbwiedergabe:
Eine Kennzahl auf dem Energielabel der Lampenverpackung informiert, wie eine Farbe im Licht wirkt: von 1 für natürlich bis 4 für künstlich.

Lichtstärke:
Ältere Menschen benötigen eine höhere Beleuchtungsstärke, um den gleichen Helligkeitseindruck zu haben wie Jugendliche.

Lampenschirme:
Reflektierende Leuchtenschirme erhöhen die Lichtausbeute. Dann genügt oft sogar eine leistungsschwächere Lampe.

Reinigung:
Um die Lichtausbeute der Lampen und Leuchten zu erhalten, sollten Sie das Material öfter reinigen.

Farbe:
Auch Farben erhellen Räume. Die richtige Auswahl für Wand und Decken spart einige Watt: In Zimmern auf der Nordseite reflektieren helle Farben das Licht besser.Entsorgung:
Energiespar-, Leuchtstoff und Kompaktleuchtstofflampen dürfen nicht in den Hausmüll oder Glascontainer. Sie sind Sondermüll und können bei den Wertstoffhöfen kostenlos abgegeben werden.

In Haus und Büro

Wohnlicht kann Atmosphäre schaffen. Mehrere Lichtquellen eignen sich besser als eine zentrale Leuchte mit viel Watt. Strahler und Fluter setzen Akzente. Gut ist eine Mischung aus direktem und indirektem Licht. Beim Fernsehlicht große Helligkeitsunterschiede zwischen Bildschirm und Raumumgebung sowie Lichtreflexe auf dem Bildschirm vermeiden. Beim Lesen auf eine Grundhelligkeit achten. Im Büro darf Arbeitslicht nicht blenden oder Schatten werfen. Schwenkbare Leuchten bringen Licht in jeden Winkel. Das Licht strahlt bei Rechtshändern von links, bei Linkshändern von rechts. Computer blendfrei aufstellen.

Lampen in verschiedenen Formen:

Glühlampen:
Seit der Erfindung der Glühlampe sind mehr als 125 Jahre vergangen. Ein gewundener Wolframdraht wird durch elektrischen Strom zur Weißglut gebracht, wodurch unter anderem Licht entsteht – leider aber auch 95 Prozent Wärme.

LED:
Unter Gleichstrom erzeugt ein Chip mit Festkörperkristall rotes, grünes, gelbes oder blaues Licht. Mit zusätzlicher Leuchtschicht geben blau leuchtende LED weißes Licht ab. Maximale Lebensdauer: 100 .000 Stunden.

Halogen-Glühlampen:
Das Gehäuse ist mit einer Halogengasverbindung gefüllt. So kann der Glühdraht höhere Temperaturen aushalten, die Lichtausbeute steigt, das Licht wird brillanter. Es gibt sie für Netzspannung (230 Volt)

Energiesparlampen:
Kompaktleuchtstoffröhren, die in Glühlampenfassungen (E 27 und E 14) eingeschraubt werden. Starter und Vorschaltgerät, am besten ein elektronisches, sind integriert.

Stand By

Rote Lämpchen zeigen an, ob Fernseher, Stereoanlage, Computer, DVDPlayer oder Faxgerät Strom ziehen, während sie friedlich vor sich hin dösen. Da hilft nur eines, um den Stromverbrauch zu stoppen: abschalten, aber richtig. Viele neue Geräte verfügen über einen Öko- oder Auto-Off- Schalter. Das bedeutet, dass das Gerät nur etwa eine Stunde im Stand-by-Modus bleibt und sich danach selbstständig abschaltet.
Aus ist nicht gleich aus!Entscheidungshilfen:
Fragen Sie beim Kauf, was das Gerät im Stand-by-Betrieb verbraucht und ob es beim Ausschalten vom Netz getrennt werden kann. Entscheidungshilfen bieten Label wie der Blaue Engel, das Energiesparzeichen der GED (Gemeinschaft Energielabel Deutschland) beziehungsweise das GEEA-Energielabel als europäisches Pendant. Bei Geräten mit externen Netzteilen müssen Sie dieses aus der Steckdose ziehen, um keinen Strom zu verbrauchen.

Energiespar-Funktionen:
Nutzen Sie die Energiespareinstellungen bei Computern, Monitoren und Druckern. Vorsicht: Bildschirmschoner verbrauchen oft mehr Strom als der aktive Betrieb. Bei längeren Pausen den Monitor einfach ausschalten.

Steckerleisten:
Mit einer Steckerleiste mit Ausschalter können Sie mehrere Geräte auf einmal ausschalten – ideal für PC- oder Hi-Fi-Anlagen. Achtung: Im Gerät gespeicherte Daten wie Uhrzeit oder Programmierungen können verloren gehen. Gute Steckerleisten haben oft einen Überspannungsschutz, manchmal sogar einen Blitzschutz.

Achten Sie auf Qualität und auf die Prüfzeichen auf dem Typenschild.

Geschirrspüler

Rund 140 Geschirrteile fasst eine Standard-Spülmaschine. Wer diese Menge mit der Hand abwäscht, verbraucht etwa 46 Liter warmes Wasser. Die Maschine kommt mit rund elf Litern Wasser und 1,1 Kilowattstunden Energie aus. Funkelnde Gläser und streifenfrei sauberes Geschirr sind weitere Gründe, besser die Maschine spülen zu lassen.

Tipps zum Kauf

Größe:
Standard-Geräte mit 60 Zentimeter Breite (12 bis 15 Maßgedecke) verbrauchen im Verhältnis weniger Energie und Wasser als schmale, 45 Zentimeter breite Geräte (6 bis 10 Maßgedecke). Rechnen Sie Ihren Bedarf aus.

Effizienzklassen:
Am EU-Energielabel (siehe Seite 19) erkennen Sie den Verbrauch (Energieeffizienzklassen von A für sparsam bis D für verschwenderisch) und wie Reinigungs- und Trockenwirkung bewertet werden. Zum Teil stehen auch Geräusch-Emissionen dabei. Vor allem bei offenen Küchen empfehlen sich geräuscharme Maschinen.

Flexible Korbgestaltung:
Wie das Geschirr in der Spülmaschine Platz findet, ist von der Korbgestaltung abhängig: herausnehmbare oder verstellbare Körbe, klappbare und entnehmbare Einteilungen, höhenverstellbare Tassenauflagen oder geteilte Besteckschubladen.

Wasserstopp:
Einen Wasserschaden durch eine defekte Spülmaschine vermeiden Sie durch einen hochwertigen Wasserschutz, den in der Regel nur Markengeräte gewährleisten. Die Namen dafür sind jedoch von Hersteller zu Hersteller verschieden:
Aquastop-System, Aqua-Control-System oder Waterproof-System.

So geht´s

Nicht vorspülen:
Verschmutztes Geschirr nicht vorspülen, sondern nur von groben Speiseresten befreien. Das spart Energie und Wasser.

Reinigung:
Eine Geschirrspülmaschine benötigt keine intensive Pflege, da sich der Innenraum während des Spülens selbst reinigt. Die Siebe jedoch müssen regelmäßig gesäubert werden. Ist das Reinigungsergebnis nicht mehr zufriedenstellend, sollten Sie die Sprühdüsen der Sprüharme kontrollieren und gegebenenfalls reinigen. Bei zu wenig Reiniger oder falscher Programmwahl können fetthaltige Schmutzreste oder andere Beläge zurückbleiben. Diese lassen sich mit einem Maschinen-Pfleger im 65°C-Programm entfernen.

Programme:
Nur bei sehr stark verschmutztem Geschirr das Intensivprogramm wählen. Sparprogramme berücksichtigen die Art des Geschirrs (Schonprogramm), die Geschirrmenge (Beladungserkennung) oder die Verschmutzung (Automatikprogramme).

Wasserhärte:
Leitungswasser enthält Mineralien, die in der Maschine Belägege hinterlassen. Das Wasser in der Spülmaschine wird mit einem speziellen Regeneriersalz enthärtet. Es gibt Härtebereiche von 1 (weiches Wasser) bis 3 (hartes Wasser). Die Stadtwerke Lübeck liefern im eigenen Trinkwasser-Versorgungsgebiet hartes Wasser. Das bedeutet, es sollte immer Salz beigegeben werden. Wenn Sie Ihr Wasser nicht von den Stadtwerken Lübeck beziehen, fragen Sie Ihren Trinkwasserversorger vor Ort nach dem Härtebereich des gelieferten Wassers.

Sparsam dosieren:
Reiniger sparsam dosieren. Neuere Maschinen passen sich den Kombinationsreinigern an, die bereits Salz und Klarspüler enthalten. Sie schalten die Anzeigen für Mangel an Salz und Klarspüler ab. Das gilt bis Wasserhärtebereich 3.

Voll-Last:
Wer den Geschirrspüler nur dann einschaltet, wenn er voll beladen ist, spart Strom und Wasser.

Warmwasseranschluss:
Die meisten Geschirrspüler können an die Kalt- oder Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Ein Warmwasseranschluss ist vor allem bei einer zentralen Warmwasserversorgung, die aus einem Gas-Brennwertkessel, einer Wärmepumpe oder einer Solaranlage gespeist wird, vorteilhaft.

Tipps fürs Heizen

Richtiges Heizen und Lüften im Winter fördern das Wohlbefinden. In überhitzten Räumen wird Energie verschleudert und damit die Umwelt unnötig belastet.

21 °C sind genug:
Mit jedem Grad Raumtemperatur weniger sinkt der Heizenergieverbrauch bis zu sechs Prozent. 20 bis 21 °C Temperatur in Wohnräumen reichen völlig aus.

Nach Bedarf heizen:
Nur benutzte Räume müssen richtig warm sein – das Bad zum Beispiel nur morgens und abends. Mit dem Thermostatventil am Heizkörper lässt sich die Raumtemperatur je nach Bedarf einstellen. Mit programmierbaren Thermostatventilen lassen sich Wohnräume individuell und nur zu gewünschten Zeiten heizen.

Räume nicht auskühlen:
Ungenutzte Zimmer tagsüber auf 15 °C heizen, da sonst aus Nebenräumen Energie abgeführt wird. Bei längerer Abwesenheit Heizung nicht ganz abschalten.

Heizungen entlüften:
Wenn es gluckert oder die Wärmeverteilung am Heizkörper sehr ungleichmäßig ist, zirkuliert das Wasser nicht mehr richtig. Einfach Entlüftungshahn am Heizkörper öffnen, Gefäß darunter halten und warten, bis Wasser austritt. Danach Entlüftungshahn schließen. Luft in der Leitung kann bis zu 15 Prozent mehr Energie kosten.

Heizkörper nicht verdecken:
Die Wärme soll sich ungehindert in den Raum verbreiten. Dabei stören vor allem Verkleidungen, lange Vorhänge oder Möbel vor den Heizkörpern. Sie schlucken bis zu 20 Prozent Wärme.

Schotten dicht:
Schließen Sie besonders im Winter abends die Rollläden, das hält die Wärme im Haus. Türen
von beheizten Räumen schließen. Heizkörpernischen sind oft besonders dünnwandig. Wenn der Abstand reicht, kann man Heizkörper-Reflexionsplatten anbringen.

Tipps zum Kühlen

Kühlgeräte kennen keinen Feierabend: Sie arbeiten rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Wer schon bei der Anschaffung auf den Energieverbrauch achtet, spart jede Minute Geld. Damit Kühlen und Einfrieren nicht zur Kostenfalle werden, haben wir im Folgenden die wichtigsten Kühlschrank-Tipps für Sie zusammengefasst.

Größe:
Kaufen Sie ein Gerät, das Ihrem persönlichen Bedarf entspricht. Je größer Kühlschrank und Gefriergeräte sind, desto höher ist der Energieverbrauch.

Faustregel bei Kühlschränken:
Ein- und Zwei-Personen-Haushalte kommen mit 120 bis 140 Litern aus (ohne Gefrierfach), für größere Haushalte rechnet man 60 Liter pro Person.

Gefrierfach:
Wer kein zusätzliches Gefriergerät im Haus hat, ist mit einem Kühlschrank mit Vier-Sterne-Gefrierfach gut beraten.

Alternativ lieber ganz auf ein Gefrierfach verzichten:
Ein Kühlschrank mit Gefrierabteil verbraucht anderthalb Mal mehr Strom – selbst in der Energieeffizienzklasse A.

Dämmung:
Gefriergeräte mit verstärkter Wärmedämmung müssen wesentlich seltener nachkühlen und können sie Strom sparen.

Platzwahl:
Stellen Sie Kühlschrank oder Gefriergerät nicht neben Herd oder Heizkörper. Je niedriger die Umgebungstemperatur, desto geringer ist auch der Stromverbrauch.

Abkühlen:
Lebensmittel nur abgekühlt und verpackt einlagern. Sonst muss der Kühlschrank oder das Gefriergerät Sonderschichten fahren.

Ordnung:
Für Gefriertruhe oder Gefrierschrank lohnt sich eine Vorratsliste, sie schafft mehr Überblick und erspart langes Suchen. Häufiges Öffnen der Gerätetür kostet Energie.

Superfrost:
Sind größere Mengen einzufrieren, Gefrierautomatik oder Superfrostschaltung (Schockgefrieren) acht Stunden vorher aktivieren. Sobald der Einfriervorgang abgeschlossen ist, schaltet die Superfrost-Automatik auf Normalbetrieb um. Achtung: Ältere Geräte von Hand wieder zurückschalten.

Abtauen:
Moderne Kühlschränke tauen den Innenraum automatisch ab, wenn der Kompressor Pause macht. Das Gefrierfach taut nur durch Abschalten des Geräts ab. Gefriergeräte ohne Abtau-Automatik bei einer Reifschicht ab einem Zentimeter abtauen. NoFrost-Modelle bleiben eisfrei. Alte Geräte regelmäßig abtauen, da vereiste Geräte mehr Energie brauchen.

Reinigung:
Verschmutzte oder beschädigte Gummidichtungen an der Tür lassen Kälte und somit Energie
entweichen. Regelmäßig kontrollieren und eventuell erneuern.

Staubfrei:
Die Lüftungsgitter an der Rückseite frei von Staub halten, das fördert die Luftzirkulation zum Abkühlen der Kühlflüssigkeit.

Zukunftsmusik:
Ein Kühlschrank, der automatisch über das Internet Nachschub ordert, wenn die Butter auszugehen droht.

Plus für größte Sparsamkeit
Das EU-Energielabel informiert über die Energieeffizienz von Elektrogeräten: von A (besonders sparsam) bis G, beziehungsweise D (sehr verschwenderisch).Der Stromverbrauch bei Kühl- und Gefriergeräten hat sich in den letzten 20 Jahren um bis zu zwei Drittel verringert.

Weil viele Modelle die beste Energieeffizienzklasse A übertreffen, wurden hier zusätzlich die Kategorien A+, A++ und seit 2010 A+++ eingeführt. Ein Gerät mit A+ verbraucht ein Viertel weniger Energie als ein A-Gerät. A++ spart 45 Prozent und A+++ sogar 60 Prozent.

Was sagen die Sterne?

★ 1 Stern
(nicht wärmer als -6 °C)
Kurzfristige Lagerung gefrorener Lebensmittel
(bis zu einer Woche)

★ ★ 2 Sterne
(nicht wärmer als -12 °C)
Mittelfristige Lagerung gefrorener Lebensmittel
(bis zu drei Wochen)

★ ★ ★ 3 Sterne
(nicht wärmer als -18 °C)
Langfristige Lagerung gefrorener Lebensmittel
(mehrere Monate, je nach Lebensmittel)

★ ★ ★ ★ 4 Sterne
(-18 °C oder kälter)
Einfrieren von Lebensmitteln und langfristige Lagerung gefrorener Lebensmittel
(mehrere Monate, je nach Lebensmittel)

Beachten Sie auch die Hinweise zur Aufbewahrungsdauer auf den Verpackungen der Lebensmittel.

Nicht alles gehört hinein

Bananen, Ananas, Orangen und andere Exoten
sollen nicht in den Kühlschrank, sondern an einen kühlen Ort, sonst verlieren sie Aroma. Zum Einfrieren eignen sich diese Früchte nicht.

Aprikosen, Pflaumen
und das meiste Kernobst lassen sich am besten gewaschen, entkernt und halbiert einfrieren.

Beeren
vor dem Einfrieren waschen. Püriert können die Früchte später zum Beispiel als Soße für den Nachtisch verwendet werden. Oder Sie verteilen die gewaschenen Früchte auf einem Blech oder einem Schneidebrett und frieren sie vor. Im gefrorenen Zustand kleben Erd-, Johannis- und andere Beeren nicht zusammen und lassen sich für die Langzeitlagerung in Beutel abfüllen.

Milch, Sahne, Quark und Butter
können problemlos eingefroren werden.

Hartkäse
wie Schweizer Käse, Gouda und Emmentaler lassen sich unbedenklich einfrieren, Parmesan zur Portionierung am besten vorher reiben.

Gesundheitstipps:

  • Obst und Gemüse gleich nach Ernte oder Kauf verpacken und einfrieren.
  • Vitamin C bleibt besonders gut erhalten, wenn die Lebensmittel möglichst luftdicht verpackt werden.
  • Gefrierdosen sind gut stapelbar.Unser Tipp: Einige Minuten antauen lassen, sonst könnte die Öffnungslasche oder der Dosendeckel brechen.
  • Gefrierbeutel legen sich platzsparend um die Lebensmittel, sollten aber möglichst flach eingefroren werden. Alufolie kann man gut für trockene Kuchen und Teig verwenden.
  • Eiswürfelbehälter eignen sich für Kräuterportionen, Soßen und Püree.
  • Datum, Inhalt und Menge  auf Beuteln und Gefrierdosen angeben.
  • Die ideale Lagertemperatur  für die Lebensmittel liegt bei -18 °C.
  • Schnelles Auftauen ist zum Erhalt von Geschmack und Konsistenz bei Obst und Gemüse am besten. Langsames Auftauen – vorzugsweise im Kühlschrank – ist für Fleisch und Fisch die ideale Methode. So erhalten sich Qualität und Geschmack.

Tipps fürs Lüften

Richtiges Heizen und Lüften im Winter fördern das Wohlbefinden. In überhitzten Räumen wird Energie verschleudert und damit die Umwelt unnötig belastet. Bis zu 45 Liter Wasserdampf produziert ein Drei-Personen-Haushalt statistisch gesehen jeden Tag. Wird nicht gelüftet, findet der Schimmelpilz bald einen Nährboden, denn er mag es warm und feucht. Schimmel schädigt das Mauerwerk, verschlechtert das Raumklima und beeinträchtigt die Gesundheit der Bewohner. Wer feuchte Wände und Schimmel vermeiden will, braucht also neben Wärme auch die richtige Dosis Frischluft.

Richtig lüften:
Erneuern Sie regelmäßig die Raumluft, drei bis vier Mal pro Tag. Nicht dauerlüften, sondern zwei bis fünf Minuten stoßlüften: Dazu Fenster und Türen ganz öffnen. Je kälter es draußen ist, desto kürzer und dafür häufiger lüften. Die Heizkörper immer dabei abdrehen. Bei Abwesenheit während des Tages ist Lüften tagsüber nicht nötig. Hier reicht es, morgens und abends richtig zu lüften.

Regen:
Auch bei Regenwetter lüften. Wenn es nicht gerade stark zum Fenster hereinregnet, ist die kalte Außenluft dennoch trockener als die warme Luft in den Zimmern.

Küche und Bad:
Halten Sie Türen zu Küche und Bad geschlossen, dann verteilt sich die Feuchtigkeit nicht in der ganzen Wohnung. Lüften Sie direkt nach dem Kochen oder Duschen, damit der Wasserdampf sofort abzieht. Die Türen zu weniger beheizten Räumen sollten dabei geschlossen bleiben, da die feuchte Luft hier an den kalten Wänden kondensiert. Bei innenliegendem Bad ohne Fenster auf dem kürzesten Weg, durch ein anderes Zimmer, lüften.

Wäsche trocknen:
Wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet werden muss, weil ein Trockenraum fehlt,
dieses Zimmer öfter lüften. Zimmertür geschlossen halten. Auch nach dem Bügeln lüften.

Neue Fenster:
Bei neuen, dichten Isolierglasfenstern häufiger lüften als früher. Auch dann spart man im Vergleich zu alten Fenstern Heizenergie.

Freiraum lassen:
Stellen Sie große Möbelstücke nicht direkt an die Wand, sondern lassen Sie bis etwa fünf Zentimeter Platz. Feuchtigkeit sammelt sich gern an Wänden, die von der Luftströmung abgeschirmt sind.

Kontrolle:
Hygrometer nennt man Geräte zur Messung der relativen Luftfeuchtigkeit. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Wasserdampfgehalt der Luft leicht kontrollieren: Werte, die zwischen 40 und 60 Prozent liegen, sind in Wohnräumen ideal.

Energetische Hausmodernisierung:

Die größten Energieeinsparpotenziale liegen in Deutschland im Bestand: Altbauten brauchen etwa drei Mal so viel Energie zur Beheizung wie Neubauten. Außerdem: Fast 90 Prozent des gesamten Energiebedarfs in Privathaushalten werden für Raumwärme und Warmwasser eingesetzt. Durch eine fachgerechte Sanierung und moderne Gebäudetechnik ließen sich bis zu 80 Prozent davon einsparen. Doch von den möglichen Einsparpotenzialen wird bei Sanierungen bisher durchschnittlich nur rund ein Drittel genutzt.Wärmeverluste mit guter Dämmung und Wärmeschutzfenstern zu mindern und Energie so effizient wie möglich zu nutzen. Mit beidem sparen Sie Energie und erhalten die Bausubstanz Ihres Hauses. Und Sie steigern den Gebäudewert und Ihren Wohnkomfort.

Effizient heizen

Alte Heizkessel sind meist zu groß und nutzen den Brennstoff nicht effizient.
Ein moderner Heizkessel in der richtigen Größe verbessert den Wirkungsgrad um mehr als ein Viertel, spart Heizenergie und Kosten. Die Gas-Brennwert-Technik ist besonders sparsam, weil sie zusätzlich die Wärme der Abgase nutzt, die bei herkömmlichen Heizungen durch den Schornstein entweicht. So erreichen Brennwertkessel einen höheren Wirkungsgrad und arbeiten umweltschonend.

Das Prinzip: Die bei der Verbrennung entstehenden Heizgase werden so weit abgekühlt, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf kondensiert. Dadurch wird ein zusätzlicher Wärmeanteil frei, der an das Heizungswasser abgegeben wird. Diese Technik spart im Vergleich zu herkömmlichen Kesseln zwischen 10 und 14 Prozent der Heizkosten, verglichen
mit Altanlagen gar bis zu 30 Prozent.

Die Wärmepumpe ist das Heizungssystem mit den niedrigsten Betriebskosten, dabei leistungsstark und energiesparend. Drei Viertel der zum Heizen benötigten Energie bezieht sie aus der in der Umgebung gespeicherten Sonnenenergie, meist aus der Luft oder mit einer Tiefensonde aus dem Erdreich. Nur ihr Antrieb benötigt Strom. Eine Wärmepumpe kann die konventionelle Heizung vollständig ersetzen. Zudem sind moderne Anlagen langlebig, geräusch- und wartungsarm. Entscheidend für die Effizienz der Anlage ist die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizung. Je geringer sie ist, umso bessere Leistungen werden möglich.

Solarthermie:
Solarkollektoren auf dem Dach sammeln die Energie der Sonnenstrahlen und verwandeln sie in nutzbare Wärme für die Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung der Heizung. Mit einer Solarthermie-Anlage kann durchschnittlich etwa die Hälfte des jährlichen Warmwasserbedarfs durch Sonnenenergie abgedeckt werden.

Warmwasserbereitung:
Im unsanierten Altbau macht die Warmwasserbereitung etwa zehn Prozent des gesamten Wärmebedarfs aus. Je weniger Heizenergie durch eine bessere Dämmung verbraucht wird, desto größer ist der Anteil der Warmwasserbereitung – bei einem Niedrigenergiehaus bereits ein Viertel des Gesamtbedarfs. Die Warmwasserbereitung sollte ebenfalls zentral über die Heizungsanlage erfolgen. Nur ein zentraler Warmwasserspeicher lässt sich nachträglich in die Wärmegewinnung aus der Sonne (siehe Solarthermie) einbeziehen. Bei der Modernisierung Ihrer Heizungsanlage sollten Sie daher eine „bivalente“ Warmwasserbereitung mit zwei Wärmetauschern sowie Leerrohre zum Dach vorsehen.

Mikro-BHKWs

Mikro-BHKWs sind nicht größer als ein Kühlschrank und passen in jeden Keller. Sie können bis zu 100 Prozent des Wärme- und bis zu 80 Prozent des Strombedarfs im eigenen Heim abdecken. Die kleinen Blockheizkraftwerke beruhen auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, einem der effizientesten Systeme zur energetischen Nutzung von Brennstoffen. Sie erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom mit nur geringen Energieverlusten dort, wo sie auch verbraucht werden. Überschüsse lassen sich ins öffentliche Netz einspeisen. Moderne Holzpellet-Heizungen gelten als eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu fossilen Energieträgern. Darin werden kleine Presslinge zumeist aus Holzspänen und Sägemehl (Pellets) verfeuert. Zentralheizungen mit Pellets erreichen heute einen hohen Automatisierungsgrad und sind in Betrieb und Wartung mit herkömmlichen Heizungen vergleichbar. Allerdings benötigen sie viel trockenen Lagerplatz für den Brennstoff. Ihr hoher Ausstoß an Feinstaub ist zudem umweltbelastend.

Umwälzpumpen für Heizung und Warmwasser zählen durch den dauerhaften Betrieb mit zu den größten Stromverbrauchern im Haus. Falls in Ihrer Heizungsanlage eine mehrstufige Pumpe eingebaut ist, sollten Sie testen, ob nicht die kleinste Leistungsstufe ausreicht. In der Regel wird dann selbst der entfernteste Raum noch mit genügend Wärme versorgt. Bei Wartungs- und Umbauarbeiten bietet es sich an, die alte gegen eine moderne, hocheffiziente Pumpe auszutauschen. Sind die Heizkörperventile zugedreht, drosselt die Pumpe automatisch ihre Leistung. Das spart bis zu 80 Prozent Strom. Fragen Sie Ihren Heizungsinstallateur. Regelmäßige Wartung: Wer seine Heizung regelmäßig vom Fachmann warten und die Einstellungen überprüfen lässt, kann bis zu 20 Prozent Heizenergie sparen – und erhöht die Lebenserwartung der Anlage.

Wärmedämmung

Mit einem guten Dämmschutz lassen sich viel Energie und Geld sparen. Am besten hält eine Außendämmung die Energie da, wo sie hingehört. Sie verringert nicht nur den Wärmeverlust, sie gleicht Temperaturschwankungen aus und schützt vor Durchfeuchtung.

Schimmel:
Schlecht gedämmte Außenwände, die im Winter stark auskühlen, begünstigen die Bildung von Schimmelpilzen. Gut gedämmte Außenwände sind wärmer und verhindern, dass sich an ihnen Feuchtigkeit niederschlägt.

Mehr Wohnkomfort:
Ein guter Wärmeschutz spart nicht nur Energie, er macht die Wohnung auch spürbar behaglicher.

Nicht nur im Winter:
Auch in den Sommermonaten kann eine durchdachte Wärmedämmung besonders im Dachgeschoss dazu beitragen, dass sich das Haus nicht so stark aufheizt.

Mit Plan vorgehen:

Wichtig ist, dass Sie Ihre Hausmodernisierung ganzheitlich angehen. Statt zum Beispiel die Außenwände nur neu zu verputzen und zu streichen, bietet es sich an, das Haus gleich mit einer schützenden Wärmedämmung zu versehen. Denn die Kosten für Gerüst und Anstrich entstehen sowieso. Wird nur das Dach neu eingedeckt, lassen Sie den Dachüberstand so weit vergrößern, dass auch nachträglich eine Außenwanddämmung möglich ist.

Oder: Verbinden Sie beide Maßnahmen und sparen so doppelte Kosten, zum Beispiel für einen zweiten Gerüstaufbau.