Stadtwerke Lübeck Konzern erneut nach höchsten Umweltstandards EMAS-zertifiziert

Es gilt als das europaweit anspruchsvollste Zertifikat für hervorragende Umweltleistungen: EMAS, das Eco Management Audit Scheme. Zum 6. Mal in Folge ging diese Auszeichnung nun an den Stadtwerke Lübeck Konzern mit seinen Tochtergesellschaften, der Stadtwerke Lübeck GmbH, der Stadtwerke Lübeck Holding GmbH, der Netz Lübeck GmbH, der Stadtverkehr Lübeck GmbH sowie der Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft – für ein stetiges und konsequentes Engagement in Sachen Umweltmanagement. Jürgen Schäffner, Geschäftsführer des Stadtwerke Lübeck, erhielt die Zertifizierungs-Urkunden dieser Tage durch den Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Lars Schöning. 

In ganz Schleswig-Holstein erfüllen nur 14 Unternehmen und Organisationen die strengen Anforderungen der EMAS-Norm, in der Hansestadt Lübeck lediglich eines: der Stadtwerke Lübeck Konzern. „Als regional verankertes Unternehmen fühlen wir uns dem ressourcenschonenden Umgang mit unserer Umwelt ganz besonders verpflichtet“, so Stadtwerke-Chef Jürgen Schäffner. „Nachhaltigkeit und Klimaschutz bilden gerade für uns als Energie- und Wasserversorger, als Netzbetreiber und ÖPNV-Anbieter die Grundlage, an Hand derer die Glaubwürdigkeit und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens gemessen wird. Unsere Teilnahme an EMAS legt offen, in welchem Umfang wir dieser Verantwortung gerecht werden.“

Der Stadtwerke Lübeck Konzern setzt sich schon seit Jahren für die kontinuierliche Verbesserung seiner Umweltleistungen ein. Das Ergebnis dieses Engagements wurde erstmals im Juni 2002 gemäß EMAS (Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung) und nach den Anforderungen der internationalen Norm DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) von unabhängigen Gutachtern validiert. Eine Überprüfung dieser Arbeit erfolgt seither alle drei Jahre.

„Der Stadtwerke-Konzern hat in diesem Zeitraum viel bewegt und große Erfolge erzielt“, freut sich Jürgen Schäffner. Mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten leistete der Konzern in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in und für Lübeck. So zeigen unter anderem der Bau von dezentralen Blockheizkraftwerken, die kontinuierliche Weiterentwicklung des Lübecker ÖPNV zu einem modernen Mobilitätsdienstleister, die Förderung regenerativer Energien, die Errichtung von Erdgastankstellen und Ladesäulen sowie die ökologisch ausgerichtete Produktentwicklung, dass der Stadtwerke-Konzern seine gelebte gesamtgesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt.

„Umweltschutz endet für uns aber nicht damit, dass wir umweltbewusst planen, errichten und bewegen“, erklärt der Stadtwerke-Geschäftsführer. Er spielt vielmehr auch eine wichtige Rolle für die Arbeitsabläufe. „Um den Umweltschutz in unseren Prozessen fest zu verankern und uns selbst laufend an den eigenen Zielen zu messen, nehmen wir voller Überzeugung an EMAS teil.“

Umfangreich und anspruchsvoll

Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung EMAS wurde 1993 eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Umweltmanagementsystem für Unternehmen, das aber in seinen Anforderungen und Zielen über andere Systeme hinaus geht. Im Grundsatz gilt, dass EMAS leistungsorientiert ist und der Betrieb sich somit über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus verbessern soll.

Um als Teilnehmer registriert zu werden, müssen die Unternehmen die wesentlichen Umweltauswirkungen ihrer geschäftlichen Aktivitäten in einer Umweltprüfung ermitteln, ein Umweltmanagementsystem implementieren und eine Umwelterklärung einreichen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Kernindikatoren Energie- und Materialeffizienz, Wasserverbrauch, Abfallaufkommen, Flächenverbrauch sowie dem Ausstoß von Schadstoffen und Treibhausgasen.

Im Umweltmanagementsystem sind nicht nur Ziele und Maßnahmen der betrieblichen Umweltpolitik festgehalten, es werden darüber hinaus auch die Organisationsstruktur und die Prozesse definiert, die notwendig sind, um die Maßnahmen umzusetzen und selbst gesteckten Ziele, messbar zu erreichen. Außerdem legt EMAS fest, wie die Vorgehensweisen dokumentiert werden.

Die Umwelterklärung muss von einem unabhängigen und staatlich zugelassenen Umweltgutachter bewertet, von der zuständigen IHK für gültig erklärt und auf den Internetseiten des jeweiligen Unternehmens veröffentlicht werden. Zur EMAS-Zertifizierung gehört darüber hinaus eine regelmäßige Umweltbetriebsprüfung, die untersucht, ob das Unternehmen alle relevanten Vorschriften einhält und die Ziele erreicht.