
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gemeinsam gestalten
Viele Vorhaben der Stadtwerke Lübeck befassen sich mit Energie-, Klima- und Zukunftsthemen. Bei der Vielzahl der Maßnahmen und Projekte ist es allerdings nicht leicht, den Überblick zu behalten.
Mit Katrin Krüger, Leiterin der Unternehmensentwicklung sprechen wir über die Nachhaltigkeitsstrategie sowie Aufgaben und Herausforderungen, die diese für die Stadtwerke Lübeck mit sich bringen.

Katrin Krüger, Leiterin Unternehmensentwicklung, zum Thema Nachhaltigkeit
Ist Nachhaltigkeit erst jetzt relevant?
Nachhaltigkeit begleitet uns als Thema tatsächlich schon seit 20 Jahren. Seitdem nehmen wir zum Beispiel an der Umwelt-Zertifizierung EMAS teil, legten beim Bau des Hauses auf ein Holz-Niedrigenergie-Haus Wert und investierten als Unternehmen schon sehr früh in die ersten Elektrobusse.
Viele Projekte, an denen wir aktuell hier im Haus arbeiten, zahlen darauf ein, beispielsweise unser Dekarbonisierungspfad, die Vergrünung der Wärmeversorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch die Umwelt-Berichterstattung und EU-Taxonomie.
Nachhaltigkeit und Klimaneutralität der Stadt – welche Rolle hat die Stadtwerke Lübeck Gruppe?
Als Stadtwerke Lübeck treten wir in drei wichtigen Rollen auf: Wir sind Versorgerin der Lübecker Bürger:innen, wir sind Erzeugerin und mit unseren Projekten und Investitionen sind wir gleichzeitig Ermöglicherin der klima- und energiepolitischen Zielen der Hansestadt Lübeck und begleiten entsprechende Transformationsprozesse. Darunter so große wie das Erreichen von Klimaneutralität bis 2040. Außerdem sind wir Arbeitgeberin vieler aktueller und zukünftiger Kolleg:innen, die in einem Unternehmen arbeiten möchten, das Verantwortung für die Region übernimmt und Zukunftsthemen aktiv voranbringt.
Worauf kommt es bei der Umsetzung an?
Wir müssen den Balanceakt leisten, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, indem wir gleichzeitig sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig arbeiten. Ohne Wirtschaftlichkeit können wir noch so nachhaltig sein, wir werden nicht als Unternehmen weiter existieren. Allein die Wirtschaftlichkeit als Ziel wäre aber ebenso kurzsichtig, denn die Erwartungen unserer Kund:innen, Kolleg:innen und auch die gesetzlichen Anforderungen fordern mehr Nachhaltigkeit.
Deswegen ist es für uns als Unternehmen wichtig, eine Ahnung davon zu bekommen, wie unsere Umgebung zum Beispiel im Jahr 2030 aussieht, welche Rolle wir darin spielen können und wie wir dorthin kommen.
Als regional verbundenes Unternehmen arbeiten wir daran, Energieversorgung und Infrastruktur zukunftsfähig weiterzuentwickeln und dabei unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen – heute und in Zukunft.