
Smarte Verbindungen für Lübeck
Joshua sorgt bei den Stadtwerken Lübeck dafür, dass Sensoren Daten aus Briefkästen, Garagentoren oder Regentonnen zuverlässig übertragen. Er und seine Kolleg:innen entwickeln und betreiben das LoRaWAN-Netz in Lübeck – und schaffen damit die Grundlage für zahlreiche smarte Anwendungen.
Wenn der Briefkasten eine Nachricht schickt
Was zunächst nach Zukunftsmusik klingt, ist längst Realität. Möglich macht das LoRaWAN – die Abkürzung steht für „Long Range Wide Area Network“. Die Funktechnologie ermöglicht es, kleine Datenmengen über große Entfernungen zu übertragen und dabei nur sehr wenig Energie zu verbrauchen.
Damit eignet sich LoRaWAN ideal für Sensoren, die über lange Zeiträume Informationen übermitteln sollen – zuverlässig, effizient und ohne hohen Stromverbrauch.
Smarte Lösungen für die Stadt
Bei den Stadtwerken Lübeck kommt LoRaWAN bereits an vielen Stellen zum Einsatz. So werden beispielsweise Zählerstände für Wasser, Wärme, Strom und Gas aus der Ferne ausgelesen. Das spart Zeit und schafft eine wichtige Grundlage für moderne Versorgungsnetze.
Doch die Möglichkeiten gehen noch weiter: Auch Projekte wie die Raumklimaüberwachung im Holstentor oder das Raummonitoring in Kitas und Schulen setzen auf die Technologie. So lassen sich wichtige Daten erfassen und auswerten, um Gebäude und Prozesse intelligenter zu steuern.
Das Netzwerk für alle
Besonders spannend: Das Lübecker LoRaWAN-Netz steht auch Privatpersonen kostenlos zur Verfügung. Wer eigene Sensoren betreibt, kann damit beispielsweise den Briefkasten, das Garagentor oder die Regentonne überwachen. Die gesammelten Informationen laufen auf einer zentralen Plattform zusammen und können dort jederzeit abgerufen werden.
So wird intelligente Vernetzung für alle erlebbar – direkt vor der eigenen Haustür.